10.11.2011, 10:36 Uhr | dapd
Der neue Kinofilm "Anonymus" von Hollywood-Regisseur Roland Emmerich hat am Sonntagabend im Cinestar Original am Potsdamer Platz in Berlin seine Deutschlandpremiere gefeiert. Neben dem Regisseur und den Hauptdarstellern Rhys Ifans, Sebastian Armesto und Jamie Campbell Bower zeigten sich die deutschen Stars Hannah Herzsprung, Karoline Herfurth, Bastian Pastewka, Michael Michalsky und Mariella Ahrens auf dem roten Teppich. Auch Joely Richardson, die in dem Historiendrama gemeinsam mit ihrer Mutter Vanessa Redgrave die Figur der Queen Elisabeth I. verkörpert, zählte zu den Anwesenden.
Redgrave nahm wegen eines Theaterprojekts nicht an der Premiere teil. "Wir überzeugten sie, zu Hause zu bleiben, da sie gerade an einem Theaterstück mitwirkt. Sie liebt Berlin und diesen Film, aber sie muss sicher gehen, dass sie gesund bleibt", sagte Richardson am Rande der Premiere über ihre 74-jährige Mutter, von der sie viel gelernt habe.
Auf seine ausschließlich britischen Schauspieler ist Emmerich stolz. "Ich habe von Anfang an gewusst, dass ich einen britischen Cast haben will und ich finde, ich habe den besten Cast zusammengestellt, den ich je hatte", sagte Emmerich, der den Film in Babelsberg und Umgebung drehte. Für die Dreharbeiten, die schon 2010 begonnen hatten, habe er sich das schlechteste Wetter ausgesucht. "Wir hatten natürlich den härtesten Winter und den verregnetsten Sommer", witzelte der Regisseur und Produzent des Streifens.
Von dem Drehort zeigte sich Ifans begeistert. "Berlin weiß, wie man hart arbeitet, aber auch, wie man sich entspannt", sagte Ifans spürbar angetan.
Von der Arbeit mit Emmerich zeigten sich Campbell Bower und Armesto begeistert. "Er ist wundervoll. Es ist ein Privileg, in seinem Film zu sein. Er ist so enthusiastisch und weiß alles über den Film, den er macht", sagte Armesto. "Dieser Mann hat eine Vision", fügte Campbell Bower hinzu.
Dass es eventuell keinen echten William Shakespeare gegeben haben könnte, habe der 22-Jährige schon früher gehört. "Ich weiß jetzt natürlich viel mehr darüber", fügte Campbell Bower hinzu, der in dem Film den jungen Earl of Oxford spielt. Emmerich glaube fest an die Nicht-Existenz von Shakespeare. "Sonst hätte ich den Film auch nicht gemacht", sagte er.
Als das Filmteam am Ende der Premiere auf die Bühne trat, wurde es vom Publikum mit rauschendem Applaus begrüßt. Emmerich bedankte sich bei den Mitwirkenden und seiner Familie, die ebenfalls im Saal saß.
In "Anonymus" geht es um die von Wissenschaftlern seit langem diskutierte Frage, wer tatsächlich der Autor der Stücke war, die William Shakespeare zugeschrieben werden. Kinostart ist am 10. November.
dapd
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