22.02.2012, 16:58 Uhr | dapd
Von ihm haben wahrscheinlich mehr als hundert Künstler ihr Handwerk gelernt. Er maß sich mit dem Barockmaler Rubens und erhielt Aufträge von Klerus und Adel. Trotzdem ist der niederländische Maler Abraham Bloemaert (1566 bis 1651) heute kaum bekannt. Das Staatliche Museum Schwerin widmet ihm nun eine besondere Ausstellung: "Der Bloemaert-Effekt! Farbe im Goldenen Zeitalter" sei die weltweit größte Schau zum Werk des Künstlers, sagte der Direktor des Museums, Dirk Blübaum, am Mittwoch in Schwerin.
Zu Bloemaerts Lehrlingen zählten unter anderem Jan Baptist Weenix und Nicolaus Knüpfer, sagte der Kurator der Ausstellung, Gero Seelig. "Die großen Meister, die wir hier feiern in unserer Sammlung, sind zum großen Teil aus seiner Schule hervorgegangen", erklärte er. Das Schweriner Museum besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen von Werken holländischer Maler.
Der in Gorinchem geborene Sohn eines Bildhauers, Architekten und Ingenieurs habe ein großes Werk geschaffen. Darunter seien etwa mehr als 200 Gemälde. "Bloemaert malte für katholische Kirchen riesige Altarbilder", sagte Seelig. Zudem habe er Tausende Zeichnungen und Vorlagen für zahlreiche Kupferstiche geschaffen.
Dass der 1566 geborene Künstler fast nur in der Fachwelt bekannt sei, habe unter anderem mit dem Verständnis der holländischen Kunst zu tun, das im 19. Jahrhundert geprägt worden sei, sagte Seelig. Bloemaert, der zur Gilde der Utrechter Maler gehörte, sei damals ignoriert worden. "Wir müssen lernen, die ganze holländische Kunstgeschichte neu zu sehen. Das ist für mich der Bloemaert-Effekt", sagte Seelig.
Gemeinsam mit dem Centraal Museum Utrecht stellte das Schweriner Haus den eigenen Angaben nach die insgesamt 121 Schaustücke umfassende Ausstellung zusammen. Sie stammten aus Museen und Privatsammlungen aus der ganzen Welt. Darunter seien auch vier Schenkungen eines privaten Sammlers - eine Zeichnung Bloemaerts und drei Kupferstiche, die auf dessen Vorlagen beruhten. Damit besitze Schwerin nun selbst ein Original des Meisters.
In Deutschland wird die Ausstellung ausschließlich in Schwerin zu sehen sein. Die bis zum 28. Mai dauernde Schau öffnet am Donnerstag (23. Februar, 19.00 Uhr). Zuvor war sie bereits in leicht veränderter Form in Utrecht zu sehen.
dapd
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Ohne Handumdrehen schneller fertig: 18-tlg. Set statt 59,99 € jetzt für nur noch 39,99 €. von neckermann