14.01.2011, 09:35 Uhr | DAPD
Frankfurt/Main (dapd-hes). Das Hochwasser des Mains in Frankfurt ging am Freitagmorgen leicht zurück. "Wir messen derzeit einen Pegel von 4,75. Die Scheitelwelle in der Nacht lag bei 4,78 Meter", sagte ein Feuerwehrsprecher auf dapd-Anfrage. Damit lag der Wasserstand noch immer über die höchsten Meldestufe 3. Entwarnung könne noch nicht gegeben werden. "Der langsame Rückgang muss noch nichts heißen. Da kann noch was kommen", schränkte der Sprecher ein.
Die im Stadtgebiet errichteten Barrieren haben den Angaben zufolge dicht gehalten. Auch die historische Gerbermühle blieb trocken. Rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk hätten in der in der Nacht ständig die Situation entlang der Hochwasserbarrieren kontrolliert und bei Bedarf weitere Sandsäcke gestapelt, ergänzte der Sprecher. Rund 12.000 Sandsäcke hat die Feuerwehr in Reserve, sollte das Wasser erneut steigen.
Auch in Hanau ging der Pegel des Mains nach Feuerwehrangaben von 5,60 Meter am Donnerstagabend auf 5,45 Meter am Freitagmorgen zurück. Die Kinzig hingegen, die bei Hanau in den Main fließt, erreichte unverändert eine Höhe von 4,40 Meter. "Da die Kinzig wegen des Mainhochwassers gestaut wurde, rechnen wir nicht mit einem raschen Abfluss des Wassers", erläuterte ein Sprecher der Feuerwehr.
Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach prognostizierte unterdessen für Freitagvormittag nur noch leichten Regnen. Im Tagesverlauf sei mit wenigen Niederschlägen zu rechnen. Erst in der Nacht zu Samstag kommt den Meteorologen zufolge erneut Regen auf, jedoch nicht mehr so intensiv wie in den vergangenen Tagen. Die Hochwassersituation bleibe dennoch angespannt.
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