25.03.2011, 14:16 Uhr | dapd
Saarbrücken (dapd-rps). Die saarländische Wirtschaft rechnet auch nach den Katastrophen in Japan mit einem Aufschwung beim Auslandsgeschäft. Rund 45 Prozent der Industriebetriebe erwarten steigende Exportumsätze in diesem Jahr, wie aus der am Freitag veröffentlichten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Saarland hervorgeht. Weniger Umsatz bei den Ausfuhren erwarten demnach lediglich drei Prozent der Betriebe.
IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch sagte, die Zuwächse im Auslandsgeschäft würden zwar nicht mehr so stark ausfallen wie noch 2010. "Dennoch bleibt der Export auch in diesem Jahr der Hauptwachstumstreiber der Saarwirtschaft."
Ihre generelle Geschäftslage bewerten 42 Prozent der Unternehmen mit gut, die Hälfte mit befriedigend. Acht Prozent schätzen ihre Lage als schlecht ein. Besonders gut laufen die Geschäfte den Angaben nach bei Unternehmen aus dem Fahrzeug- und Maschinenbau, der Stahlindustrie, der Medizin- und Steuerungstechnik, der Gummi- und Kunststofftechnik sowie dem Stahl- und Leichtmetallbau.
Von der Entwicklung erhalten laut IHK auch Dienstleister Rückenwind. In der Baubranche sei die Lage gespalten. Während die Geschäfte im Wohnungs- und öffentlichen Bau stockend verliefen, befinde sich der Wirtschaftsbau in einem leichten Aufwind, teilte die IHK weiter mit.
Viele Unternehmen planen den Angaben nach in den kommenden Monaten Neueinstellungen. Giersch ging von etwa 5.000 zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen aus. Der zunehmende Fachkräftemangel werde allerdings allmählich zur Wachstumsbremse, warnte Giersch.
An der monatlichen Umfrage hatten sich im März 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligt.
dapd
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