29.07.2011, 13:55 Uhr | dapd
Stuttgart (dapd-bwb). Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat dem Gutachter für den "Stuttgart 21"-Stresstest Befangenheit vorgeworfen. Palmer sagte am Freitag in Stuttgart in der öffentlichen Diskussionsrunde zu dem Leistungstest, die Bahn habe jüngst einen Großauftrag für ein von "Stuttgart 21" unabhängiges Fahrplanungssystem ausgeschrieben, auf dass sich das Schweizer Ingenieursbüro SMA bewerben wolle. "Da gibt es einen Zielkonflikt", sagte er.
Das Gutachterbüro solle zudem offenlegen, warum es sich von seinem früheren Geschäftsführer getrennt habe und ob dies mit einem unterschiedlichen Verständnis von Neutralität bei der Stresstest-Überprüfung zusammenhänge.
Schlichter Heiner Geißler wies die Vorwürfe zurück. Palmer stelle Behauptungen auf, ohne diese zu belegen. "Ich kann es nicht zulassen, dass Sie den Gutachter, der von Ihnen vorgeschlagen wurde, unter Verdacht stellen", sagte der Schlichter.
dapd
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