09.05.2011, 12:00 Uhr | dapd
Halle (dapd-lsa). Mit der heute deutschlandweit beginnenden Volkszählung werden in Sachsen-Anhalt etwa 240.000 Einwohner befragt. Hinzu kommen 700.000 Fragebögen, die an alle Haus- und Wohnungseigentümer versandt würden, um konkrete Aussagen über den Gebäude- und Wohnungsbestand treffen zu können. Die Befragung findet auch in Alten- und Pflegeheimen sowie Studentenwohnheimen statt.
Der Präsident des Statistischen Landesamtes, Manfred Scherschinski, warb um Unterstützung bei der Volkszählung. Die Befragten sollten den 2.400 Interviewern bei "dieser wichtigen Arbeit helfen". Für den Zensus bestehe allerdings eine Auskunftspflicht, fügte Scherschinski hinzu. Wer sich weigere, könne mit einem Zwangsgeld über 300 Euro belegt werden. Er versicherte, die Daten würden anonymisiert und unterlägen strengsten Datenschutzrichtlinien.
Letztmalig gezählt wurde in der früheren Bundesrepublik 1987 und in der DDR 1981. Der Erhebungszeitraum ist von Mai bis Juli, mit ersten Ergebnissen wird ab Dezember 2012 gerechnet. Genaue amtliche Einwohnerzahlen seien unter anderem unerlässlich für den Finanzausgleich, die Einteilung der Wahlkreise und für Finanzhilfen der Europäischen Union, sagte der Präsident der Statistikbehörde.
dapd
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