22.02.2012, 14:47 Uhr | dapd
Wegen Mordes an einer Studentin hat die Staatsanwaltschaft Leipzig Anklage gegen einen 27-Jährigen erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, der 25-Jährigen am 9. November vergangenen Jahres in einem Studentenwohnheim im Stadtteil Lößnig aufgelauert und ihr mit Tötungsabsicht einen Gegenstand auf den Kopf geschlagen zu haben, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Die junge Frau erlag rund zwei Wochen später ihren schweren Verletzungen.
Motiv des Mannes könnte den Angaben zufolge verschmähte Liebe gewesen sein. Die Anklage geht davon aus, dass der bis Herbst 2010 ebenfalls als Student im Wohnheim lebende Beschuldigte aus Verärgerung und Rache darüber, dass die Getötete seine Zuneigung nicht erwidert hatte, handelte. Der Mann schweigt bislang zu den Vorwürfen.
Der 27-Jährige war nach der Tat nach Berlin geflohen. Er wurde dort einen Tag nach dem Verbrechen von der Polizei festgenommen. Seit dem 11. November sitzt er in Untersuchungshaft. "Die Auswertung aller gesicherten Spuren lässt nach Auffassung der Staatsanwaltschaft nur den Schluss zu, dass der Angeschuldigte der Täter ist", hieß es am Mittwoch.
Die Ermittlungen hätten keinerlei Hinweis auf einen möglichen bisher unbekannten anderen Tatverdächtigen ergeben. Die Staatsanwaltschaft sieht demnach die Mordmerkmale der Heimtücke und der niederen Beweggründe als erfüllt an. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest.
dapd
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