04.04.2011, 11:14 Uhr | dapd
Berlin (dapd). Nach dem Rückzug des FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle hat sich der nordrhein-westfälische FDP-Chef Daniel Bahr für einen personellen Neuanfang in der Partei ausgesprochen. Es reiche nicht, dass es nur eine personelle Veränderung gebe, sagte Bahr am Montag im Deutschlandfunk. "Wir müssen über die ganze Mannschaftsaufstellung reden, die uns in den nächsten Jahren erfolgreich führen soll."
Beim Bundesparteitag im Mai in Rostock werde das gesamte Präsidium neu gewählt. Deshalb müsse die Partei schauen, wie die Aufgaben besser personell verteilten werden könnten, sagte Bahr. Die Parteimitglieder seien zwar verunsichert, sähen aber ein Signal nach den "schweren" 18 Monaten für eine neue inhaltliche, personelle und strategische Aufstellung. Westerwelle hätte mit seinem angekündigten Rückzug seinen Beitrag hierzu geleistet.
Der NRW-Landeschef betonte zudem, die Partei müsse Fehler aus der Vergangenheit korrigieren: "Wir müssen beim Thema Entlastung der Mittelschicht erkennen, dass die Rahmenbedingungen sich verändert haben", sagte er. Erste Aufgaben seien nun mal die Haushaltskonsolidierung und Gewährleistung der Stabilität der Währung, um den Spielraum für Entlastungen zu erarbeiten. Diese Prioritätenveränderung sei der Partei in den vergangenen Monaten nicht gut und schnell genug gelungen und habe Vertrauen bei den Wählern gekostet, sagte Bahr.
dapd
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