05.04.2011, 13:50 Uhr | dapd
Berlin (dapd-lbg). Am künftigen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) kann nach Einschätzung von Air-Berlin-Chef Joachim Hunold ein Drehkreuz in der Größenordnung des zweitgrößten deutschen Flughafen in München entstehen. Mit dem größten deutschen Airport in Frankfurt am Main könne der BBI allerdings nicht verglichen werden, räumte Hunold am Dienstag in Schönefeld auf einer Veranstaltung der Berliner Wirtschaftsgespräche ein.
Air Berlin hat bereits am Flughafen Tegel Umsteigeverkehre etabliert und baut die Drehkreuzfunktion unter anderem mit zusätzlichen Interkontinentalverbindungen, beispielsweise ab dem Sommerflugplan nach New York, weiter aus.
Wenn Air Berlin mit dem Aufbau von sogenannten Hub-Strukturen erst am BBI in Schönefeld begonnen hätte, würde das Unternehmen zwei bis vier Jahre zurückliegen, sagte Hunold. Am BBI soll das Drehkreuz weiter ausgebaut werden. Welche neuen Interkontinentalstrecken 2012 geplant seien, wollte Hunold aus Wettbewerbsgründen noch nicht sagen.
Um internationale Verbindungen am BBI zu generieren, sei die Drehscheibenfunktion unerlässlich, betonte Hunold. Auch die sogenannten Randzeiten zwischen 22.00 Uhr und Mitternacht sowie zwischen 5.00 und 6.00 Uhr müssten den Fluggesellschaften zur Verfügung stehen, um wirtschaftlich operieren zu können.
In den Randzeiten ist die Zahl der Flüge nach den bisherigen Planungen begrenzt. Erwartet werden pro Nacht den Angaben zufolge 77 Flüge. Das sonstige Nachtflugverbot hätten die Fluggesellschaften akzeptiert, sagte Hunold. Außerdem müssten parallele Starts und Landungen am BBI möglich sein.
dapd
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