25.01.2011, 13:12 Uhr | DAPD
Potsdam (dapd-lbg). Alle wegen Dioxin-Verdachts gesperrten Betriebe in Brandenburg sind wieder freigegeben worden. Der ermittelte Dioxin-Gehalt bei sämtlichen untersuchten Proben habe unterhalb des gesetzlichen Höchstwerts gelegen, teilte Verbraucherschutzministerin Anita Tack (Linke) am Dienstag in Potsdam mit. Eine Gesundheitsgefährdung für Verbraucher sei somit "ausgeschlossen".
Insgesamt standen in Brandenburg acht Betriebe im Verdacht, in den Dioxin-Skandal verwickelt zu sein. Dazu zählten ein Geflügelschlachtbetrieb im Landkreis Oder-Spree, eine Ferkelaufzucht und ein Geflügelmastbetrieb im Landkreis Elbe-Elster, eine Ferkelproduktion und ein Putenbertieb im Landkreis Ostprignitz sowie zwei Vermittlerbüros für Tierhandel in Potsdam-Mittelmark und in Oder-Spree sowie eine EU-Sammelstelle im Landkreis Ostspreewald-Lausitz. In den vergangenen Wochen wurden dort 17 Futtermittelproben, vier Eierproben, eine Probe Hähnchenfleisch sowie jeweils zwei Proben Putenbrust und Ferkelfett untersucht.
Das Kontrollsystem in Brandenburg habe funktioniert, sagte Tack. Gleichzeitig kündigte sie Konsequenzen aus dem Dioxin-Skandal an. So soll etwa die Risikoanalyse für eine Kontrolle der Einzelfuttermittelhersteller neu bewertet werden.
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