25.05.2011, 11:32 Uhr | dapd
Hamburg (dapd). Ein Vulkanausbruch auf Island hat den Luftverkehr am Hamburger Flughafen am Mittwochmorgen komplett zum Erliegen gebracht. Wegen der Aschewolke aus dem Vulkan Grimsvötn wurden ab 6.00 Uhr alle Starts und Landungen gestrichen, wie Katja Tempel, Sprecherin des Flughafens auf dapd-Anfrage sagte. Nach dem nächtlichen Flugverbot war der Betrieb am Morgen gar nicht erst aufgenommen worden. Es sei unklar, wie lange das von der Deutschen Flugsicherung (DFS) verhängte Flugverbot gelten solle.
Für Mittwoch sind laut Tempel 433 Starts und Landungen mit rund 43.000 Passagieren geplant. Sie empfiehlt Betroffenen, sich umgehend mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen. Es sei mehr Personal im Einsatz, um Passagiere zu informieren. Zudem habe sich der Flughafen mit Feldbetten, Decken und Wasser eingedeckt. Tempel sagte, sie rechne nicht mit einer großen Ansammlung von gestrandeten Passagieren. Im Gegensatz zu Flughäfen wie etwa Frankfurt würden in der Hansestadt keine Passagiere umsteigen.
Die Einschränkungen gelten laut DFS zunächst für Hamburg und Bremen. Im Laufe des Mittwochvormittags könnten auch die Flughäfen in Berlin betroffen sein. Der Flugplatz Hannover liege genau an der Grenze des betroffenen Luftraums, sodass hier zunächst keine Prognose gegeben werden konnte.
Bislang führte der Ausbruch des Vulkans zu Behinderungen im Flugverkehr in Island, Norwegen, Dänemark, Irland, Schottland und England. Vor einem Jahr hatte der isländische Vulkan Eyjafjallajökull den Flugverkehr europaweit für mehrere Tage lahmgelegt.
dapd
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