18.04.2011, 09:41 Uhr | dapd
Berlin (dapd-bln). Rund 50 Meeres- und Stranddarstellungen des Berliner Impressionisten Max Liebermann (1847 bis 1935) sind ab Sonntag (17. April) in der Liebermann-Villa am Wannsee zu sehen. Darunter ist auch das verschollen geglaubte Bild "Am Strand von Noordwijk" (1908), das seit 80 Jahren zum ersten Mal wieder öffentlich ausgestellt wird, wie Kurator Martin Faass sagte. Das Werk ist seit 1930 in Privatbesitz und wurde nun bei einer Familie in Norddeutschland ausfindig gemacht.
Die bis zum 15. August ausgestellten Gemälde, Pastelle und Grafiken zeigen eindrucksvoll Liebermanns Auseinandersetzung mit dem Meer. "Die Besucher erfahren, welche Motive den Maler besonders faszinierten und sie erleben die besondere Atmosphäre der holländischen Nordseeküste", sagte Faass. Mit den hellen Sandstränden, dem intensiven Licht und dem bunten Treiben der Sommergäste habe sich Liebermann - Mitbegründer der Berliner Secession - eine ganz neue Motivwelt eröffnet.
Der gebürtige Berliner schuf wischen 1896 und 1914 über 100 Gemälde vom Meer. Bis dahin hatte er sich auf die Darstellung der Arbeit der einfachen Menschen konzentriert. Als jedoch die französischen Impressionisten das Meer für sich als Motiv entdeckten, beeinflusste dies auch Liebermann.
Die Ausstellung ist die bislang größte Sonderausstellung der Liebermann-Villa seit ihrer Eröffnung als Kunstmuseum vor fünf Jahren. Die Villa am Wannsee ließ der Künstler 1909 errichten und nannte sie stolz sein "Schloss am See".
dapd
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