16.06.2011, 15:44 Uhr | dapd
Berlin (dapd-bln). Die weltbesten Pressefotos des vergangenen Jahres sind ab Freitag (17. Juni) in einer Ausstellung im Berliner Willy-Brandt-Haus zu sehen. Die Schau "World Press Photo 11" wurde aus den Siegerfotos der verschiedenen Kategorien des "World Press Photo Award" zusammengestellt, wie der Verein Freundeskreis Willy-Brandt-Haus am Donnerstag mitteilte.
Mit einem Preis wurden den Angaben zufolge im vergangenen Jahr insgesamt 55 Fotografen aus 23 Ländern in neun Themen-Kategorien ausgezeichnet, darunter sechs Fotografen aus Deutschland. Mehr als 5.800 Fotografen reichten für den Wettbewerb rund 108.000 Fotos ein.
Mit dem schockierenden Bild einer verstümmelten Afghanin hatte die südafrikanische Fotografin Jodi Bieber den World Press Photo Award 2010 gewonnen. Der 18-jährigen Bibi Aischa hatte ihr Ehemann Nase und Ohren abgeschnitten. Mitarbeiter einer Hilfsorganisation und US-amerikanische Soldaten retteten ihr das Leben. Das Foto war am 1. August vergangenen Jahres auf der Titelseite des US-Magazins "Time" erschienen und unter mehr als 100.000 Einsendungen ausgewählt worden.
Die Ausstellung ist bis 10. Juli von dienstags bis sonntags von 12.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Personalausweis ist für den Zutritt zur SPD-Zentrale erforderlich. Anschließend wird die Wanderausstellung vom 1. bis 11. Juli in München gezeigt. In Deutschland war die Schau bereits in Jena und Hamburg zu sehen.
Der World Press Photo Award wird seit 54 Jahren alljährlich von der World Press Photo Foundation verliehen und ist den Angaben zufolge der größte und renommierteste Wettbewerb für Pressefotografie.
dapd
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