26.04.2011, 11:52 Uhr | dapd
München (dapd-bwb). Daimler-Chef Dieter Zetsche hat der Forderung des designierten baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) nach einem ökologischen Umbau der deutschen Autoindustrie widersprochen. Er sei überzeugt, dass die neue Regierung in Baden-Württemberg "großes Interesse daran hat, zu zeigen, dass ein extrem erfolgreiches Bundesland diesen Erfolgsweg nicht verlassen muss", sagte Zetsche der Illustrierten "Bunte".
Kretschmann hatte am Wochenende erklärt, die deutsche Autoindustrie sollte in Zukunft weniger Fahrzeuge bauen und exportieren. Es komme darauf an, in Zukunft Mobilitätskonzepte zu verkaufen und nicht nur Autos, sagte Kretschmann der "Bild am Sonntag". Dazu gehörten Laufen, Fahrradfahren, Autofahren und Eisenbahnfahren. "Das müssen wir so klug vernetzen, dass man gut vorankommt und die Umwelt schont." Die Automobilindustrie in Baden-Württemberg müsse sich wegen der Wahl eines Grünen zum Ministerpräsidenten aber keine Sorgen machen: Sie sollte aber "Autos bauen, die viel weniger Sprit verbrauchen", erklärte der Grünen-Politiker.
Zetsche entgegnete, Daimler wisse, "wo unsere Zukunft liegt und wie wir uns entwickeln werden". Als Beispiel nannte er die neue A-Klasse, die "niedrige Verbräuche aufweisen" werde.
Kretschmann sieht in dem ökologischen Umbau der Autoindustrie ein Kernprojekt seiner künftigen Arbeit: "Wir wollen grüne Produkte und Dienstleistungen exportieren. Wir müssen zeigen: Wohlstand ist möglich, ohne Lebensgrundlagen zu zerstören."
dapd
Die Spezialkollektion für jede Kör-
perform: perfekt für Business und Freizeit. zum XXL-Special
Ohne Handumdrehen schneller fertig: 18-tlg. Set statt 59,99 € jetzt für nur noch 39,99 €. von neckermann