11.02.2011, 15:21 Uhr | dapd
Tübingen (dapd-bwb). Bachelor- und Masterstudenten an der Universität Tübingen sollen ihr Studium in Zukunft individueller gestalten können. Der Senat der Hochschule habe einen Leitfaden für entsprechende Änderungen verabschiedet, teilte die Universität am Freitag in Tübingen mit.
Dieser sieht ein sogenanntes "Flexibilitätsfenster" vor, das Studenten für längere Praktika, Forschungsprojekte, die Vertiefung spezieller Studieninhalte oder für den Besuch von Lehrveranstaltungen benachbarter Fächer nutzen könnten. Wahlweise kann ein Semester eingeschoben oder die Leistungen studienbegleitend erbracht werden. Studenten könnten sich bis zum vierten Semester entscheiden, ob sie das "Flexibilitätsfenster" in Anspruch nehmen wollen.
Auch Masterstudiengänge sollen den Angaben zufolge anders konzipiert werden. So sollen die Studenten zwischen zwei Möglichkeiten wählen können: Zum einen steht die klassische Masterthese mit einem starken Anwendungsbezug, begleitet von externen Praktika, zur Wahl. Dies soll den Studierenden den Einstieg ins Berufsleben erleichtern. Die andere Möglichkeit sei ein ausgearbeitetes Projektexposé als Vorgriff auf eine spätere Promotionsarbeit und den Einstieg in eine wissenschaftliche Laufbahn.
Eine stufenweise Anpassung aller Bachelorstudiengänge an die neue Struktur soll laut der Universität bis zum Wintersemester 2014/2015 folgen. Die neuen Prüfungsordnungen der einzelnen Studienfächer müssten dafür jedoch zuerst dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst zur Prüfung vorgelegt werden. Zugleich werde eine Musterprüfungsordnung für Masterstudiengänge erarbeitet.
dapd
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