13.12.2010, 14:46 Uhr | DAPD
Schwerin (dapd-lmv). Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) lässt rund 18 Tonnen von auf Gut Bütow in Zepkow (Müritzkreis) geernteter und im September beschlagnahmter Amflora-Genkartoffeln vernichten. Sie stammten von Pflanzkartoffeln, die in Schweden über Jahre in einem Lager mit der nicht zugelassenen Nachfolgesorte Amadea aufbewahrt worden seien, begründete Backhaus am Mittwoch in Schwerin seine Entscheidung. Selbst wenn in dieser Charge mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Vermischung mit Amadea stattgefunden habe, könne er einer Verwendung als Pflanzkartoffel nicht zustimmen. Der Chemiekonzern BASF, der in Zepkow Amflora anbaut, habe seinen Vorschlag zur Vernichtung dieser Kartoffeln akzeptiert.
Rund 120 Tonnen der Ernte können Backhaus zufolge durch BASF im nächsten Frühjahr als Pflanzkartoffeln verwendet werden. Sie rührten von Pflanzkartoffeln her, die zu keinem Zeitpunkt Kontakt mit der Amadea-Sorte gehabt hätten.
Ende August waren bei Qualitätskontrollen in einem Amflora-Bestand im Norden von Schweden nicht zugelassene Genkartoffelpflanzen der Sorte Amadea entdeckt worden. Backhaus erließ daraufhin ein sogenanntes Verkehrsverbot für die Zepkower Kartoffeln. Sie durften weder zur Verarbeitung noch zu anderen Zwecken abgegeben werden. In Zepkow wird Amflora auf 14 Hektar für den Auftraggeber Plant Science, eine Tochterfirma von BASF, angebaut. Die Knollen sind für wissenschaftliche Untersuchungen vorgesehen.
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