10.11.2011, 11:34 Uhr | dapd
Goldene Rehkitze scheinen in diesen Tagen überall in Wiesbaden zu sein. Ob in Schaufenstern von Läden, auf Fahnen an der Wilhelmstraße oder fünf Meter groß und leuchtend vor dem Kurhaus: Wenige Tage vor der Verleihung des Medienpreises Bambi sind die metallenen Tiere an vielen Orten präsent. Die Vorbereitungen für die Gala am Donnerstag (10. November) laufen auf Hochtouren. "Mehr als 1.000 Menschen arbeiten an der Verleihung", sagt Kurdirektor und Bambi-Koordinator Henning Wossidlo.
Zu dem Fest wird internationale Prominenz erwartet: Popstar Lady Gaga erhält ein goldenes Rehkitz ebenso wie Sänger und Mädchenschwarm Justin Bieber. Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt wird mit dem Millennium-Bambi ausgezeichnet. Die vollständige Gästeliste für die Feier mit 800 Menschen in den Rhein-Main-Hallen ist aber auch Wossidlo noch nicht bekannt.
Einige Hundert Meter weiter, im Kurhaus, wird die Stadt mit der Staatskanzlei eine "We love Bambi"-Party feiern, zu der 1.500 Eintrittskarten verlost oder an Ehrenamtliche übergeben wurden. "Wir wollen möglichst vielen Menschen ermöglichen, nah an der Bambi-Verleihung zu sein", begründet die Pressesprecherin der Stadt, Ilka Gilbert-Rolke, die zusätzliche Feier. Niemand müsse prominent sein, um dort reinzukommen.
Bis zum Donnerstag ist noch einiges zu tun in der hessischen Landeshauptstadt. In den Rhein-Main-Hallen laufen seit Ende letzter Woche die Vorbereitungen. Nach Angaben des Veranstalters, des Medienkonzerns Burda, verlegen die Arbeiter dort 23.600 Meter Datenkabel, 29.700 Meter Stromkabel und 5.000 Quadratmeter Teppich. Allein die 38 Meter breite Bühne besteht aus 34.000 Schrauben.
Wegen der Vielzahl an Gästen und benötigten Arbeiten erhoffen sich auch die Händler und Dienstleister in Wiesbaden ein gutes Geschäft. "Für die Hotellerie ist es ein ganz wichtiges Thema", sagt Gordon Bonnet, Sprecher der städtischen Industrie- und Handelskammer. Immerhin müssten die 800 geladenen Gäste irgendwo übernachten. Nach seinen Angaben hoffen die Geschäfte auch, dass der ein oder andere Gala-Gast noch in der Stadt einkaufen geht.
Bonnet berichtet, auch die Dienstleister der Stadt profitierten vom Promiauflauf. Es gebe beispielsweise in Wiesbaden eine spezielle Reinigung für teure Abendkleider, die wegen der Verleihung sehr gefragt sei. Auch Chauffeurdienste und Taxiunternehmen könnten mit mehr Kunden rechnen.
Die Stadt erwartet neben den Gala-Gästen auch viele Schaulustige. Gilbert-Rolke schätzt, dass besonders Menschen aus dem Wiesbadener Umland kommen, um sich an den roten Teppich zu stellen. Sie berichtet: "Wir haben einen Bambi-Hype". Sie rechnet vor allem mit einem großen Zulauf von Mädchen, die den Sänger Justin Bieber sehen wollten.
Wossidlo war bereits Koordinator der Bambi-Verleihung in Wiesbaden 1991. "Wir sind stolz, den Preis ein zweites Mal auszurichten", sagt er. Es gebe kaum einen Medienpreis, der eine solche Resonanz habe. Er erinnert sich noch an die Unterschiede zur wesentlich kleineren Verleihung vor 20 Jahren im Kurhaus. "Eine Lady Gaga oder einen Justin Bieber gab es damals noch nicht", schmunzelt er. Damals habe die Veranstaltung noch eine andere Altersgruppe angezogen.
Dem Kurdirektor ist aber auch klar, dass nicht die ganze Stadt hinter dem Spektakel steht. "Es gibt immer Menschen, die damit nichts anfangen können", sagt er. Wie viel Geld Wiesbaden für die Verleihung ausgibt, sagt Wossidlo nicht. Über Kosten und Einnahmen durch die Verleihung werde hinterher gesprochen. Er ist sich aber sicher: "Die Stadt hat eine positive Wirkung durch den Bambi".
dapd
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Spezialkollektion für jede Kör-
perform: perfekt für Business und Freizeit. zum XXL-Special
Ohne Handumdrehen schneller fertig: 18-tlg. Set statt 59,99 € jetzt für nur noch 39,99 €. von neckermann