15.02.2011, 17:21 Uhr | dapd
Bornheim (dapd-lsc). Die Baumarktkette Hornbach hat sich von einem Neonazi-Aufmarsch in Dresden distanziert, bei dem ein gemieteter Transporter mit dem Logo des Unternehmens als Lautsprecherwagen und Bühnenfahrzeug verwendet worden war. "Das Unternehmen wehrt sich in aller Schärfe gegen Anschuldigungen, die es in Verbindung mit Rechtsextremisten bringen", teilte Vorstandschef Steffen Hornbach am Dienstag in Bornheim mit. Das Unternehmen habe vom Einsatz des Mietwagens bei der rechten Demonstration keine Kenntnis gehabt. Der Missbrauch sei ein bisher einmaliger Vorgang. Es würden nun rechtliche Schritte geprüft.
Hornbach betonte, sein Unternehmen engagiere sich gegen Rechtsextremismus. So beteiligte sich die Firma an der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft zur Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter. Außerdem wird die Arbeit einer Gedenkstätte für NS-Opfer und eines Vereins unterstützt, der sich für Weltoffenheit einsetze, wie Hornbach betonte.
Am vergangenen Sonntag waren 1.300 Neonazis am 66. Jahrestag der alliierten Bombenangriffe auf Dresden durch die Stadt gezogen. Seit Jahren versuchen die Rechten, den Gedenktag für ihre Zwecke zu missbrauchen. Gegen den Aufmarsch hatten 17.000 Dresdner friedlich mit einer Menschenkette protestiert.
dapd
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