05.01.2011, 14:32 Uhr | DAPD
Berlin (dapd). Der Pharmakonzern Bayer hat die EU-Zulassung für den Gerinnungshemmer Rivaroxaban zur Schlaganfall-Prävention bei Patienten mit Vorhofflimmern beantragt. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mit. Das Medikament gilt als einer der größten Hoffnungsträger in der Bayer-Forschungspipeline. Ihm wird ein jährliches Umsatzpotenzial von mehr als zwei Milliarden Euro zugetraut.
Bisher ist das Medikament nur für ein eng begrenztes Behandlungssegment - die Thrombosevorbeugung bei Hüft- oder Kniegelenkersatzoperationen - zugelassen. Die Zulassung des Medikaments zur Schlaganfall-Präventation bei Patienten mit Vorhofflimmern könnte deshalb die Umsätze vervielfachen. Der Zulassungsantrag stützt sich laut Bayer auf die positiven Ergebnisse der "ROCKET"-Studie, an der über 14.000 Patienten teilnahmen.
Gleichzeitig beantragte Bayer gestützt auf eine weitere Studie auch die Zulassung von Rivaroxaban zur Behandlung tiefer Venenthrombosen und zur Prävention der wiederkehrenden tiefen Venenthromobose und Lungenembolie.
Nach Angaben von Bayer nehmen weltweit mehr als 65.000 Patienten an dem klinischen Entwicklungsprogramm für Rivaroxaban teil, in dem das Potenzial des Medikaments bei der Behandlung eines breiten Spektrums akuter und chronischer Erkrankungen untersucht werden soll.
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