05.01.2012, 16:31 Uhr
Ein Skifahrer verletzt im Bayerischen Wald ein Kind und flüchtet. (Quelle: imago)
Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche hat ein Skifahrer am Großen Arber im Bayerischen Wald (Landkreis Regen) nach einem Zusammenstoß ein verletztes Kind einfach liegen lassen. Der Deutsche Skiverband äußerte im dapd-Interview Kritik an den "Pistenrowdys". Insgesamt aber beobachtet der Verband ein gestiegenes Sicherheitsbewusstsein unter den Wintersportlern und auch eine steigende Bereitschaft zu helfen.
Bei den beiden Unfällen am Großen Arber indes fuhren die Unfallverursacher einfach davon. Betroffen war nach Polizeiangaben vom Donnerstag zum Einen ein Zwölfjähriger. Er hatte sich am Dienstag am Rande einer Skipiste gebückt, um seine Schuhe fester zu schnallen. Plötzlich prallte ein Skifahrer von hinten mit ihm zusammen und fuhr weiter, ohne sich um den Verletzten zu kümmern.
Das Kind spürte zunächst seine Beine nicht mehr und wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Die Ärzte stellten aber nur Prellungen fest und entließen den Jungen wieder. Die Polizei fahndet nach dem Unfallverursacher. Dieser trug einen Vollbart, eine Sonnenbrille sowie eine schwarze Jacke und fuhr Ski mit roter Bindung.
Ebenfalls am Dienstag hatte ein Skilehrer am Großen Arber eine 13 Jahre alte Snowboarderin angefahren, als das Mädchen aus Baden-Baden auf der Piste saß. Bei dem Zusammenprall stürzte der Mann. Er stand auf, klagte nach Zeugenaussagen über Schmerzen im Knie und fuhr schließlich weiter, ohne sich um das Mädchen zu kümmern.
Die Bergwacht brachte die an Steißbein und Becken verletzte Schülerin zur Talstation und anschließend ins Krankenhaus. Gegen den Skilehrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Die Polizei sagte am Donnerstag auf dapd-Anfrage, der Mann sei noch nicht ermittelt.
Der Sicherheitsexperte des Deutschen Skiverbands (DSV), Andreas König, schätzte im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd am Donnerstag in München Bereitschaft, nach einem Unfall "stehen zu bleiben, Hilfe zu leisten" als steigend ein. Bei Unfällen mit mehreren Beteiligten könnten jedoch manche Skifahrer die Lage nicht richtig beurteilen. Gerade weniger geübte Wintersportler seien "so mit sich selbst beschäftigt", dass sie etwa die Auswirkungen eines Unfalls für andere nicht ermessen könnten, gab König zu bedenken. Zugleich appellierte er an alle Wintersportler: "Erste Regel ist Rücksicht auf andere Skifahrer."
Quelle: dapd
Harz-Hexer schrieb:
am 5. Januar 2012 um 18:47:21
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Kind liegen gelassen
Eine große Sauerei von diesen Sportlern!!! Manche Meinungen hier verraten mir, die Verfasser betreiben kein
Alpin-Abfahrtslauf!! Ich bin jedoch sogar ein geprüfter Skilehrer und weiss von was ich rede !!!
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paulaolga schrieb:
am 5. Januar 2012 um 18:45:28
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Skifahren
Man sollte das Skifahren verbieten,kostet uns nur eine Menge Geld. Alle Nase lang Verletzte und Tote.Und dann maulen Sie noch es
ist kein Schnee da.Ich glaube Skifahren liegt ganz oben in der Skala von Verletzten.
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heinz schrieb:
am 5. Januar 2012 um 18:41:02
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skifahrer
Im prinzip ist die Idee der Rückennummern nicht sclecht, leider nicht ganz einfach umzusetzen.Ausserdem schießen sofort einige
Besserwisser quer und drohen mit Strafanzeige wegen einschrenkung der persönlichen Freiheit.
Leider müssen die normalen Skifahrer wegen ein paar rücksichtslose Rowdys
darunter leiden.
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