28.02.2011, 15:32 Uhr | dapd
München (dapd-bay). Bayern nimmt in diesem Jahr 205 Millionen Euro in die Hand, um den Wohnungsbau anzukurbeln. Derzeit bleibe die Bautätigkeit weit hinter dem Bedarf zurück, sagte Innenstaatssekretär Gerhard Eck am Montag in München. 2009 seien nur 31.000 Wohnungen fertiggestellt worden, so wenige wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor 60 Jahren. Immerhin sei die Zahl der Baugenehmigungen 2010 um 18 Prozent auf 42.000 gestiegen.
Vor allem für Familien sei es schwer, in den Ballungsräumen erschwinglichen Wohnraum zu finden, sagte Eck. Die Förderung für den Bau von Miet- und Eigentumswohnungen sei daher zwingend notwendig.
Allerdings standen im vergangenen Jahr noch zehn Millionen Euro mehr zur Verfügung. Dem Staatssekretär zufolge war eine drastischere Kürzung in der Diskussion, dies sei jedoch verhindert worden.
50 Millionen Euro der insgesamt 205 Millionen Euro steuert der Bund bei, 155 Millionen Euro sind Landesmittel. Zehn Millionen Euro davon stammen aus dem Sonderprogramm "Aufbruch Bayern". Mit diesem Geld soll vor allem Wohnraum für Familien im ländlichen Raum geschaffen werden. "Wir wollen damit ein Stück weit der Landflucht entgegen wirken", sagte Eck.
2010 förderte der Freistaat der Bau von 1.700 Mietwohnungen und den Kauf von 5.000 Eigentumswohnungen. Zudem wurden mit Hilfe der staatlichen Mittel 2.200 Mietwohnungen und Heimplätze in Altenpflegeeinrichtungen modernisiert.
dapd
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