31.12.2010, 09:54 Uhr | DAPD
München (dapd-bay). Die Landwirte in Bayern müssen sich nach Einschätzung von Agrarminister Helmut Brunner (CSU) künftig vermehrt auf Stürme, Überschwemmungen und lange Dürreperioden einstellen. Brunner sagte der Nachrichtenagentur dapd: "Nach Aussage der Forschung wird auch Bayern vom Klimawandel verstärkt betroffen sein." Allerdings werde es starke regionale Unterschiede geben: "In Nordbayern wird es trockener, dafür wird es in Südbayern mehr und stärker regnen."
Auch dafür habe es in den vergangenen Jahren schon die ersten Anzeichen gegeben, fügte Brunner hinzu. Er habe zum Thema Klimawandel umfangreiche Forschungsprojekte in Auftrag gegeben. Der CSU-Politiker erläuterte: "Beispielsweise befassen sich die Forscher mit der Anpassung von Getreidesorten an Wassermangel oder auch mit der Frage, wie die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten im Pflanzenbau sowie von Krankheiten in der Tierhaltung vermieden werden kann."
Wichtige Maßnahmen seien bereits eingeleitet worden. Brunner fügte hinzu: "Beispielsweise bauen wir unsere Wälder noch stärker in stabile Mischwälder um, pflanzen neue Schutzwälder, erproben im Rahmen von Forschungsprogrammen neue Baumarten." Außerordentlich wichtig seien auch die Sofortmaßnahmen zum vorbeugenden Hochwasserschutz. Dafür gebe der Freistaat "sehr viel Geld aus".
Ein entscheidender Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels und des steigenden Energiebedarfs sei auch die Markterschließung für erneuerbare Energien. Dadurch werde die Emission schädlicher Klimagase deutlich vermindert. Brunner betonte: "7,3 Prozent des Primärenergiebedarfs werden heute in Bayern schon durch Bioenergie gedeckt, etwa vier Prozent durch andere erneuerbare Energien. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen."
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