13.12.2010, 14:08 Uhr | DAPD
München (dapd-bay). Die Zahl der Einwohner in Bayern ist gestiegen. Obwohl auch im Freistaat mehr Menschen sterben als geboren werden, ergibt sich für das erste Halbjahr 2010 ein Bevölkerungswachstum um 8.799 Personen, wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag bei der Vorstellung des Statistischen Jahrbuchs 2010 in München erklärte. Entscheidend dafür sei der Zuzug aus anderen Teilen Deutschlands. Das zeige, dass der Freistaat attraktiv sei.
Auch im Jahr 2009 habe es eine Bevölkerungszunahme gegeben, sagte Herrmann. Dass die Statistik nominell ein Minus von 9.397 Menschen auf 12.510.331 ausweise, liege nur an der Streichung von Karteileichen und Doppelbuchungen. Langfristig werde aber auch in Bayern die Bevölkerungszahl kontinuierlich sinken - spätestens ab dem Jahr 2020.
Bei der Bevölkerungsentwicklung erwarten die Statistiker allerdings starke regionale Unterschiede. Während sie für den Großraum München und - schwächer - auch für Nürnberg weiteres Wachstum voraussagen, werde es in den strukturschwachen Gebieten nach unten gehen. Dem müsse der Staat auch im eigenen Interesse entgegenwirken, sagte Herrmann. Schließlich erzeugten diese Verschiebungen auch Kosten, weil beispielsweise im wachsenden München ein milliardenteurer zweiter S-Bahn-Tunnel notwendig werde oder neue Schulen gebaut werden müssten.
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