11.02.2011, 16:19 Uhr | dapd
München (dapd-bay). CSU und FDP im bayerischen Landtag wollen eine Übernahme des Lkw-Herstellers MAN durch den schwedischen Konkurrenten Scania verhindern. In einem Dringlichkeitsantrag fordern die beiden Mehrheitsfraktionen, dass die strategischen Entscheidungen weiterhin in der MAN-Zentrale in München getroffen werden. Die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in Bayern müssten im heutigen Umfang gesichert werden, und die Standorte und die 17.000 Arbeitsplätze in Bayern müssten erhalten bleiben.
"Aus dem Konzern heraus" seien Sorgen an die CSU herangetragen worden, dass die vom Großaktionär VW geplante Übernahme von MAN durch Scania "die Standorte in Bayern schwächen könnte", sagte der CSU-Abgeordnete Markus Blume am Freitag. Deshalb forderten die Mehrheitsfraktionen von der Staatsregierung, "bei der Fusion auch politisch einige Pflöcke einzuschlagen".
Der VW-Konzern hält 29 Prozent an MAN und 70 Prozent an Scania. Unter wachsendem Druck von VW- und MAN-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech verhandeln die Beteiligten seit längerem über eine Lastwagen-Allianz, um bei Forschung, Entwicklung und Einkauf bis zu einer Milliarde Euro im Jahr zu sparen. Offene wirtschaftliche und juristische Fragen verzögern die Entscheidung aber noch.
dapd
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