29.03.2011, 13:15 Uhr | dapd
München (dapd-bay). Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) hält an den umstrittenen Studiengebühren im Freistaat fest. Heubisch wies am Dienstag in München Forderungen aus der Opposition und von Studentenvertretern zurück, sich den Abschaffungsplänen der neuen grün-roten Mehrheit in Baden-Württemberg anzuschließen. Die Studienbeiträge kämen "den Hochschulen und den Studierenden zu gute".
Der FDP-Politiker mahnte: "Es wäre sehr bedauerlich, wenn in Deutschland aufgrund einer ideologisch gefärbten Debatte ein sinnvolles und bewährtes Instrument zur Verbesserung der Studienbedingungen keine Zukunft hätte." In Bayern habe man die Qualität der Lehre durch die Studienbeiträge "entscheidend verbessern" können. Zudem sorgten ein zinsgünstiger Studienbeitragskredit sowie verschiedene Ausnahmeregelungen für eine gute soziale Abfederung.
Heubisch fügte hinzu: "Dies alles nun wieder abzuschaffen, nur weil die neue Regierung in Baden-Württemberg dies plant, ist wenig plausibel." Der Zuspruch für bayerische Hochschulen habe im Übrigen durch die Beiträge nicht gelitten - "ganz im Gegenteil: Ein Studium in Bayern ist begehrt wie nie."
Heubisch wandte sich gegen Vorwürfe, Studiengebühren seien sozial ungerecht. Fakt sei vielmehr: "Wer studiert, hat in den allermeisten Fällen später ein höheres Einkommen." Der Minister fügte hinzu: "Ist es da wirklich gerecht, wenn dieses Studium ausschließlich von den Steuerzahlern finanziert wird? Gerade auch von denen, die selber nicht studiert haben und deren Kinder dies möglicherweise auch nicht tun?"
dapd
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