25.01.2011, 07:07 Uhr | DAPD
Frankfurt/Main (dapd). Trotz verstärkten Drucks aus der Konzernzentrale von General Motors (GM) wird nach Angaben von Opel-Betriebsratschef Klaus Franz am Sanierungskonzept für den deutschen Autobauer nicht gerüttelt. Es gebe keine Anzeichen, dass an dem vereinbarten Umstrukturierungsprogramm irgendwelche Abstriche gemacht werden sollen, sagte Franz der "Frankfurter Rundschau" (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Das habe ihm GM-Chef Dan Akerson persönlich versichert.
Bei Opel und der britischen Konzernschwester Vauxhall läuft ein Sparprogramm, mit dem Tausende Stellen in Europa wegfallen sollen. Unter anderem wurde das Werk in Antwerpen geschlossen. Für dieses Jahr ist laut Franz in Deutschland noch die Streichung von 1.200 Stellen im Werk Bochum geplant. Am Standort Kaiserslautern sollen 300 Arbeitsplätze wegfallen. "Für Kollegen aus Bochum und Kaiserslautern werden aber Arbeitsplätze im Rüsselsheimer Stammwerk angeboten", erläuterte Franz. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen soll es sich um 300 bis 400 Stellen handeln. Am hessischen Stammsitz wird das Modell Insignia gebaut.
Franz sagte, er erwarte, dass Opel in diesem Jahr deutlich besser dasteht als 2010 "Ohne Berücksichtigung der Restrukturierungskosten können wir 2011 ein ausgeglichenes Ergebnis vor Zinsen und Steuern erreichen", sagte der Betriebsratschef. Voriges Jahr erzielte das Unternehmen unter dem Strich mutmaßlich einen Milliarden-Verlust. Zuvor hatte GM-Strategiechef Stephen Girsky Medienberichten zufolge gefordert, das Opel so schnell wie möglich wieder profitabel wird.
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