14.02.2012, 09:12 Uhr | dapd
Oscar-Preisträger Billy Bob Thornton hat seiner Ex-Frau Angelina Jolie auf der 62. Berlinale ein Liebesgeständnis gemacht. "Ich werde sie bis ans Ende meines Lebens lieben und sie liebt mich", sagte der 56-Jährige bei der Vorstellung seines Films "Jayne Mansfield's Car" am Montag in Berlin. Jolie sei einer seiner besten Freunde und er liebe ihre Kinder und ihren Partner Brad Pitt. Jolie und Thornton waren von 2000 bis 2003 verheiratet.
Thornton zeigt in seinem neuen Film ein vor dem Hintergrund des Vietnamkriegs angesiedeltes Familiendrama, das in den US-Südstaaten im Sommer 1969 spielt. Im Fokus steht eine komplizierte Beziehung zwischen einem Vater und seinen zwei Söhnen.
Der Film startet ebenso im Wettbewerb um die Bären wie das Sozialdrama "Sister" der französisch-schweizerischen Regisseurin Ursula Meier. In ihm klaut ein Zwölfjähriger (Kacey Mottet Klein) in den Alpen auf Bergstationen Ski und Ausrüstungsgegenstände, um sich und seine junge Mutter (Lea Seydoux) durchzubringen. Um potenzielle Liebhaber der Mutter nicht abzuschrecken, nennt der Junge sie Schwester und erklärt Fremden, die Eltern wären bei einem Unfall gestorben.
Der 13-jährige Kacey Mottet Klein agierte nicht nur im Film professionell, sondern auch während der Pressekonferenz. Er bedankte sich beim Filmteam und erzählte, er habe die Arbeiten sehr genossen. "Das war eine tolle Erfahrung. Ich habe viel gelernt", erklärte er. Darüber hinaus habe er in der Zeit nicht zur Schule gehen müssen. "Nach den Dreharbeiten brauche ich so eine Woche, um das wieder aufzuholen." Auch Regisseurin Ursula Meier war von ihrem jungen Hauptdarsteller begeistert: "Mit ihm kann man wie mit einem Profi arbeiten."
Überhaupt stehen Kinder in diesem Jahr in einigen Filmen im Fokus: In Stephen Daldrys "Extrem laut und unglaublich nah" spielt Thomas Horn die Hauptrolle. In ihm erlebt ein Neunjähriger den 11. September 2001. In dem Psychothriller "Dictado" von Antonio Chavarrias steht die achtjährige Magica Perez im Fokus, die ein scheinbar von Dämonen besessenes Mädchen verkörpert.
Am Dienstag (14. Februar) startet der zweite von drei deutschen Wettbewerbsbeiträgen im Bären-Rennen. Hans-Christian Schmid präsentiert "Was bleibt". In der Familienstudie wirken Lars Eidinger und Corinna Harfouch mit. Während eines Familientreffens verschwindet plötzlich die depressive Mutter - und zwischen den anderen Familienmitgliedern brechen längst vergessen geglaubte Konflikte wieder auf. Der erste deutsche Beitrag, "Barbara" von Christian Petzold, wurde hochgelobt und liegt in Kritikerumfragen derzeit vorne.
Darüber hinaus startet der Film "Tabu" von Miguel Gomes, eine Liebesgeschichte, die über Portugal nach Afrika führt. Am Abend steht dann ein weiterer Höhepunkt an, wenn Meryl Streep mit einem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk geehrt wird.
dapd
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