23.02.2011, 14:32 Uhr | dapd
Hamburg/Hannover (dapd-nrd-nrd). Das kleinste Bundesland Bremen hat im Jahr 2010 bundesweit die meisten Privatinsolvenzen pro Einwohner verzeichnet. Auf 100.000 Einwohner kamen 307 Verbraucherpleiten, wie die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel am Mittwoch mitteilte. Auf dem zweiten Platz des Negativ-Rankings landete Niedersachsen mit 230 Privatinsolvenzen auf 100.000 Einwohner, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 225 Fällen.
Es bestehe ein ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle, heiß es weiter. Am besten stünden Bayern (125) und Baden-Württemberg (136) da.
Mit knapp 14.500 Privatinsolvenzen habe es im vergangenen Jahr in Niedersachsen so viele Fälle wie nie zuvor gegeben, teilte das Statistische Landesamt in Hannover mit. Gegenüber 2009 hatten 1.095 Verbraucher mehr Insolvenz angemeldet. Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen aus den Verfahren in Niedersachsen betrug den Angaben zufolge 726 Millionen Euro und stieg damit um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die durchschnittliche Schuldenlast pro Fall lag bei 50.152 Euro.
Die durchschnittliche Schuldenhöhe bundesweit lag nach Angaben von Bürgel bei knapp 33.000 Euro pro Verbraucher in der Privatinsolvenz. Für 2011 erwartet Bürgel ähnlich hohe Zahlen wie im Vorjahr.
dapd
Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr