03.02.2012, 15:23 Uhr | dapd
Über das millionenschwere Bauprojekt eines gläsernen Stadttors stimmen am Sonntag die Bürger der Allgäuer Kleinstadt Isny ab. Kritiker nennen den Entwurf des Schweizer Star-Architekten Peter Zumthor einen "hohlen Backenzahn", die Befürworter sprechen von einem "besonderen Bauwerk". Mit dem Referendum wollen die Gegner die Stadt nun dazu bringen, das Vorhaben "Neues Stadttor" nicht weiter zu verfolgen.
Wahlberechtigt sind 10.276 Bürger, das nötige Quorum liegt bei 25 Prozent. Mindestens 2.569 Bürger müssen sich also dafür oder dagegen aussprechen, damit das Abstimmungsergebnis bindende Wirkung für den Gemeinderat entfaltet.
Die 14.000-Einwohner-Stadt ist in dieser Frage seit Sommer 2010 gespalten: Damals präsentierte die Verwaltung den Entwurf von Peter Zumthor, der seither in der lokalen Presse, im Internet und im Ort heftig kritisiert wird. Der Baukörper erinnert an einen überdimensionalen Zahn, errichtet aus Glasziegeln. Gekrönt ist er von einer großen Kugel aus Holz, die einen Veranstaltungsraum enthalten soll.
Die Befürworter sind sicher, dass ein Gebäude des Star-Architekten Zumthor zahlreiche Besucher aus der Region anlocken und somit den Tourismus ankurbeln und die Einnahmen der Stadt erhöhen wird.
Die Gegner berufen sich auf das pittoreske Stadtbild, das im starken Kontrast zu dem modernen Zumthor-Objekt stehe, das daher nicht zu Isny passe.
Die Gesamtkosten des Bauprojekts belaufen sich nach Angaben der Stadt auf knapp 21 Millionen Euro. Diese sollen jedoch komplett von Sponsoren getragen werden. Für den Entwurf und die Vorplanung habe die Stadt Isny allerdings rund 270.000 Euro investiert, hieß es weiter.
dapd
bahnpostler schrieb:
am 3. Februar 2012 um 18:36:42
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Stadttor
wer so was plant, gehört in die Psychiatie, Einen größeren Mist habe ich noch selten gesehen!!
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