18.01.2011, 13:01 Uhr | DAPD
Mainz (dapd-rps). Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die rheinland-pfälzische Landesregierung aufgefordert, deutlich mehr für den Umweltschutz zu tun. Das Wahljahr 2011 müsse für einen Neubeginn hin zu einer ökologisch ausgerichteten Landespolitik genutzt werden, erklärte BUND-Landeschef Holger Schindler am Dienstag in Mainz. Der Klimaschutz und die Erhaltung der Artenvielfalt sollten Priorität haben. "Unsinnige Projekte" wie der B50n-Hochmoselübergang müssten gestoppt werden.
Der BUND fordert, dass nach den Wahlen ein Klimaschutzgesetz verabschiedet wird. Ziel müsse es sein, den Energiebedarf im Gebäudebestand wirkungsvoll zu senken, den öffentlichen Personennahverkehr zu stärken und den Ausbau der regenerativen Energien voranzubringen, betonte Schindler. Damit würde das Land nicht nur einen Beitrag zur Rettung des Klimas leisten, sondern auch in Zukunftstechnologien investieren, was zur langfristigen Sicherung der Wirtschaftskraft beitragen würde.
Die Landesregierung setze sich generell zu wenig für den Ausbau der erneuerbaren Energien ein, kritisierte Schindler. Der Ausbau der Windenergie versinke im "Planungschaos". In den regionalen Raumordnungsplänen müssten viel konsequenter Windenergie-Vorranggebiete ausgewiesen werden. Daten für die Nutzung von Dachflächen für Fotovoltaik müssten im Internet veröffentlicht werden.
Die B 50 neu (B50n) soll als Verlängerung der A 60 das Autobahnkreuz A1 ? A 60 bei Wittlich mit der Hunsrückhöhenstraße verbinden.
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