30.12.2010, 18:02 Uhr | DAPD
Hannover (dapd-nrd). Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht Defizite beim Schutz des niedersächsischen Wattenmeeres. Es sei in den vergangenen Jahren zwar einiges erreicht worden, um das sensible Ökosystem zu schützen, sagte der Geschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) Niedersachsen, Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler, am Donnerstag in Hannover. Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer begeht im kommenden Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Positiv sei etwa die Auszeichnung des Nationalparks als UNESCO-Weltnaturerbe zu bewerten, sagte Bodenstein-Dresler. Viele Schutzziele seien aber noch nicht erreicht.
So fehle hauptamtliches Personal zur Betreuung des Nationalparks. Auch der zunehmende Tourismus sei problematisch. Es gebe auch keine klare Begrenzung für die Muschelfischerei. Zudem dürfe es zur Anbindung von Offshore-Windparks keine weiteren Kabeltrassen durch das Wattenmeer geben, forderte Bodenstein-Dresler.
Das Wattenmeer vor der niedersächsischen Nordseeküste ist seit dem 1. Januar 1986 als Nationalpark geschützt. 2009 wurde das Gebiet zwischen der holländischen Insel Texel und der Nordspitze Sylts in die Liste des Weltnaturerbes der UNESCO aufgenommen.
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