23.02.2012, 08:31 Uhr | dapd
Der Wechsel im Amt des Bundespräsidenten war eines der Themen beim Politischen Aschermittwoch der CDU Thüringen. "Einige Amtsinhaber bringen es ja nur auf wenige Monate", konnte sich Ministerpräsidentin und Parteichefin Christine Lieberknecht einen kleinen Seitenhieb am Mittwochabend in Bad Sulza nicht verkneifen. Thüringens CDU-Ehrenvorsitzender, Bernhard Vogel, kritisierte in der wochenlangen Debatte über Wulff vor allem die Medien.
Weiter sagte der ehemalige Ministerpräsident des Freistaats: "Nicht allen Medien schien nur das Problem Bundespräsident am Herzen gelegen haben. Einige wollten auch Richter spielen." Vogel hatte Wulff lange öffentlich verteidigt. "Er hat nicht alles falsch, aber auch nicht alles richtig gemacht", sagte er nun. Die Richter würden entscheiden.
Ob der DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck der richtige Kandidat ist, ließ Vogel indes offen. "Es gibt unter 80 Millionen Deutschen nicht nur Herrn Gauck, der Bundespräsident werden kann", sagte er. Dennoch sei es eine großartige Sache, dass 20 Jahre nach der Wiedervereinigung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Joachim Gauck zwei Ostdeutsche an der Staatsspitze stehen werden. "Das hätte ich mir nie erträumt", sagte er.
Sowohl Lieberknecht als auch Vogel sollen am Freitag vom Thüringer Landtag als zwei von sechs Vertretern der CDU für die Bundesversammlung gewählt werden. Diese trifft sich am 18. März in Berlin, um einen neuen Bundespräsidenten zu wählen.
Weiteres Thema war die bevorstehende Kommunalwahl in Thüringen. Dabei bekräftigte die Union erneut, auf Sieg und nicht auf Platz spielen zu wollen.
Beim mittlerweile 20. Politischen Aschermittwoch der CDU Thüringen trafen sich 500 Parteimitglieder zum traditionellen Heringsessen.
dapd
Stange schrieb:
am 23. Februar 2012 um 15:47:45
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Vogel kritisiert Presse
Die Presse fühlt sich als vierte Gewalt im Staat, und ist nicht willen, aber auch nicht fähig diesem Anspruch gerecht zu werden. Schade!
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Politolix schrieb:
am 23. Februar 2012 um 13:07:37
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wulffs Affäre und das politische Ansehen
Es lässt sich nicht ändern, dass der Skandal Debatten verursacht ! Kann es sein, dass man sauer
ist, dass der kleine Mann JETZT seine Ansichten über Diäten und Ehrensold lautstark kund tut?Dass er von den Politikern Anstand ,Moral upolitische Verantwortung und MITBESTIMMUNG einfordert?Für jeden ist das Leben teurer geworden,aber anscheinend nicht für unsere Politiker! Überall wird zwangsläufig gekürzt aber nicht bei unseren Politikern!
Jeder wird bestraft aber HOHE Politiker werden geschont????
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Politolix schrieb:
am 23. Februar 2012 um 12:53:02
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Kritik an die Politik
Zu viel Kalkül quer durch alle Parteien!
Wulff meinte Berichterstattung durch Drohungen verhindern zu können.Wenn
Politiker Pressearbeit als Hetzjagd darstellen, ist das auch ein Angriff auf die Pressefreiheit!Warum nennt Vogel nicht Namen,bringt keine Beispiele von Schlagzeilen, die diesen Verdacht erhärten? Ist sich die Politik eigentlich noch im Klaren darüber, wie wichtig die Medien für eine Demokratie sind?Akzeptiert man die notwendige Kontrollfunktion der FREIEN Presse überhaupt noch?
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