07.12.2010, 11:56 Uhr | DAPD
Cottbus (dapd-lbg). Die Stadt Cottbus hat wieder den Status einer Großstadt erreicht. Mit 100.011 Einwohnern sei am Montagabend wieder die Grenze von 100.000 Einwohnern überschritten worden, teilte Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) am Dienstag mit. Damit habe sich der erfreuliche Aufwärtstrend der vergangenen Wochen beim Zuwachs an Einwohnern fortgesetzt, sagte das Stadtoberhaupt.
Die Stadt habe besonders von Studenten profitiert, die ihren Hauptwohnsitz nach Cottbus verlegt hätten, sagte ein Stadtsprecher. Auch die geringere Abwanderung und viele Geburten hätten zum Einwohnerzuwachs beigetragen. Vor wenigen Tagen sei im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum die 1.000. Geburt in diesem Jahr erfolgt.
Die Einwohnerzahl der Stadt war im Januar 2009 erstmals seit den 1970er Jahren unter die 100.000-Einwohner-Grenze gefallen. Obwohl sich an dem Status einer kreisfreien Stadt und dem kommunalen Finanzausgleich durch das Land nichts ändern würde, hätte Cottbus bei weiter sinkenden Einwohnerzahlen mit geringeren Zuweisungen für Stadtbedienstete und auch mit einer Reduzierung der Abgeordnetenzahl von 50 auf 46 Sitze rechnen müssen, sagte der Stadtsprecher.
Cottbus hatte kurz vor der Wende im Jahr 1989 als früheres Verwaltungszentrum des Kohle- und Energiebezirks der DDR mit 128.943 Einwohnern den bisher höchsten Einwohnerstand und doppelt so viele Bewohner wie 1955. Seit 1990 sind die Einwohnerzahlen trotz Eingemeindung von mehreren Dörfern kontinuierlich gesunken. Im Jahr 2005 waren es noch über 105.000 Einwohner. Anfang 2009 fiel die Zahl erstmals unter 100.000. Cottbus zählte seit 1976 mit 100.000 Einwohnern zu den Großstädten. Einer Prognose zufolge soll die südbrandenburgische Stadt im Jahr 2020 nur noch rund 80.000 Einwohner haben.
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