16.09.2011, 11:08 Uhr | dapd
Zwei Tage vor Beginn des 178. Münchner Oktoberfests sind die letzten Aufbauarbeiten auf der Theresienwiese in vollem Gange. Lastwagen mit Gerüststangen fahren über das Gelände und Budenbesitzer füllen ihre Regale mit Lebkuchenherzen und Süßigkeiten auf. "Die Wiesn kann in wenigen Stunden beginnen", sagt Wiesnchefin Gabriele Weishäupl am Donnerstag beim traditionellen Wiesn-Rundgang mit Oberbürgermeister Christian Ude (SPD).
Der Duft von gebrannten Mandeln breitet sich auf dem Wiesngelände aus. Weishäupl steht in einem schwarz-weißen Dirndl mit roter Schürze vor einer blinkenden Riesenschaukel namens "Monster". Sie ist eines der neuen Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest, die die Leiterin des Münchner Tourismusamts auf dem Rundgang vorstellt. Eine Straße weiter schnellen Boote auf einer Wildwasserbahn entlang. Palmen blinken grün und gelb auf der Rafting-Bahn "Rio Rapidos" und ziehen die Blicke der ersten Wiesn-Spaziergänger auf sich.
Ude wünscht sich vor allem ein friedliches Fest. Hundertprozentige Sicherheit gebe es zwar nicht, sagte er. Aber wenn man von einem Ort sagen könne, dass die Sicherheitslage extrem gründlich beobachtet wird, dann sei es das Oktoberfest. "Hier ist der Sicherheitsstandard besonders hoch."
Von der derzeitigen Wirtschaftslage in Bayern verspricht sich Ude auch Auswirkungen auf das Volksfest. "In diesem Jahr brummt ja die Wirtschaft noch, zumindest bis zum vierten Quartal, da rechne ich auch ökonomisch mit einer besonders lebhaften Wiesn."
Wenig später geht Ude, der beim klassischen Anzapfzeremoniell am Samstag mit dem Ausspruch "O'zapft is" das diesjährige Fest eröffnen wird, über den Nostalgiebereich "Oide Wiesn" auf dem südlichen Teil der Theresienwiese. Dieser wurde erstmals 2010 zur Jubiläumsfeier "200 Jahre Oktoberfest" aufgebaut und ist in kleinerer Form auch jetzt wieder vertreten.
Unweit entfernt lehnt Weishäupl an einer Schießbude und zielt mit einer Armbrust auf eine Scheibe. Daneben ist ein Kettenkarrussell in Betrieb gegangen und historische Volksmusik ertönt.
Einige Fahrgeschäfte sind zwei Tage vor dem Oktoberfestbeginn noch nicht betriebsbereit, darunter die "Olympia-Looping"-Achterbahn. Sie ist an einer Stelle unterbrochen, weil es Beanstandungen bei den Bremsen gab, sagt der Leiter des Organisationsteams, Hans Spindler. Bis zum Beginn der Wiesn soll die Bahn aber fahrbereit sein.
In einer mit Weintrauben verzierten Holzhütte lädt das Oktoberfest erstmals Besucher zu einem Wein-Stehausschank ein, sagt Weishäupl. Das sei vor allem etwas für Frauen, die nicht zur Maß greifen wollen.
Ude hofft zum Wiesn-Anstich am Samstag auf gutes Wetter. "Der Himmel soll weiter strahlen, denn dann ist der Tag des Einzugs der Wiesn-Wirte und erst recht der Sonntag mit dem Trachten- und Schützenzug eine helle Freude."
Das Oktoberfest dauert 17 Tage bis zum 3. Oktober. Im vergangenen Jahr kamen 6,4 Millionen Besucher zu dem Volksfest.
dapd
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