07.02.2012, 09:56 Uhr | dapd
Der Autobauer Daimler geht gegen die ausufernde Masse von Vorschriften für seine Mitarbeiter vor. "Wir haben uns im vergangenen Jahr auf den Weg gemacht, die Regelwerke zu entschlacken", sagte Christine Hohmann-Dennhardt, Vorstand für Integrität und Recht, der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe). Zu ihrem Amtsantritt habe sie 1.800 Regeln vorgefunden. "Wir haben die Zahl mittlerweile auf knapp 1000 verringert. Und wir sind noch längst nicht am Ende."
Regelungswut ist ein ernstes Problem deutscher Konzerne, weil sie Entscheidungen häufig kompliziert und langwierig macht. In der Folge lähmen sich Konzerne. So entgingen Daimler Fahrzeugverkäufe, weil Mitarbeiter vor ihrer Unterschrift Rücksprache mit der Compliance-Abteilung hielten. Bis sie fertig waren, hatten Rivalen den Auftrag erhalten.
dapd
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