15.11.2010, 14:24 Uhr | DAPD
Magdeburg (dapd-lsa). Der DGB Sachsen-Anhalt befürchtet als Folge der Rente mit 67 einen deutlichen Anstieg der Altersarmut im Land. Schon jetzt müsse jeder sechste Beschäftigte aus gesundheitlichen Gründen früher aus dem Arbeitsleben ausscheiden und hohe Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente in Kauf nehmen, sagte DGB-Landeschef Udo Gebhardt am Montag in Magdeburg. Besonders betroffen seien produzierende und dienstleistende Gewerbe sowie handwerkliche Berufe. Gebhardt forderte die Landesregierung auf, eine Initiative für einen sofortigen Stopp der Rente mit 67 zu ergreifen.
Schon jetzt sei nicht mal jeder Fünfte der 60- bis 64-Jährigen versicherungspflichtig beschäftigt. Der Arbeitsmarkt mache eine Beschäftigung bis 67 für immer mehr Ältere unerreichbar, sagte Gebhardt. Jeder dritte Arbeitslose sei älter als 50, insgesamt seien dies 43.000 Bürger. Zwar sei die Arbeitslosenquote für über 55-Jährige im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, liege aber mit 13 Prozent weiter auf hohem Niveau.
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