21.03.2011, 14:18 Uhr | dapd
München (dapd-bay). Lehrer und Erzieher in Bayern sollen nach dem Willen eines Fördervereins mehr Unterstützung bei der Vermittlung von Mundarten und Dialekten erhalten. Die entsprechenden Lehrwerke müssten großflächig an Bayerns Schulen und Kindergärten verteilt werden, forderte der Förderverein Bairische Sprache und Dialekte am Montag in München. Zudem seien regelmäßige Erhebungen des Anteils junger Mundartsprecher nötig, um die Wirksamkeit von Fördermaßnahmen überprüfen zu können.
Der Versuch, die bairische Sprache zu erhalten, gleiche einem "Wettlauf mit der Zeit", warnte der Vorsitzende des Vereins, Horst Münzinger. Noch immer werde dem Dialekt vielerorts mit falschen Vorurteilen begegnet. Die "Defizithypothese", wonach Dialektsprecher Nachteile in der schulischen und beruflichen Entwicklung hätten, sei aber längst widerlegt. "Genau das Gegenteil ist der Fall", sagte Münzinger. Zudem ermögliche Mundart den Zugang zu Kultur und Geschichte und sei ein "Stabilisator für Gemeinschaft".
dapd
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