07.01.2011, 17:36 Uhr | DAPD
Magdeburg (dapd-lsa). Im Zusammenhang mit dem bundesweiten Skandal um dioxinverseuchtes Tierfutter bleiben in Sachsen-Anhalt vorerst 30 landwirtschaftliche Betriebe gesperrt. Unter den betroffenen oder verdächtigen Betrieben sind zehn Mastschweinehalter, 17 Halter von Broilern und drei Geflügelzüchter, teilten Landwirtschafts- und Gesundheitsministerium am Freitag in Magdeburg in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Inzwischen liegen zudem erste Laborergebnisse zu Futtermittel- und Fleischuntersuchungen vor.
Von sechs entnommenen Futterproben eines Herstellers in Zörbig weisen den Angaben zufolge zwei erste Befunde einen Dioxin-Gehalt unter dem gesetzlichen Höchstwert auf. Anfang kommender Woche sollen weitere Ergebnisse vorliegen.
Zudem seien bislang vier Proben Schweinefleisch zur Untersuchung auf Dioxin im Labor eingetroffen. In einem Fall kann laut Gesundheitsministerium Entwarnung gegeben werden. Weitere Prüfergebnisse sollen in der kommenden Woche vorliegen.
Eierproduzenten aus Sachsen-Anhalt, die direkt in den Handel liefern, sollen den Angaben zufolge nicht betroffen sein. Bislang ist auch nicht bekannt, dass dioxinbelastete Lebensmittel aus anderen Bundesländern nach Sachsen-Anhalt geliefert wurden.
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