12.01.2011, 15:38 Uhr | DAPD
Schwerin (dapd-lmv). Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern hat ein konsequentes Vorgehen gegen die Verursacher der Verunreinigung von Tierfutter mit Dioxin gefordert. "Mich ärgert heute, dass die immer noch frei herumlaufen. Die hätten sofort weggesperrt gehört", sagte Präsident Rainer Tietböhl am Mittwoch in Schwerin. Die Verunsicherung in den landwirtschaftlichen Betrieben sei nach wie vor sehr groß. Tietböhl forderte die zuständigen Behörden auf, schnell für eine Klärung der Vorgänge zu sorgen. "Es kann nicht sein, dass wir bis heute nicht die Ursache für die Verunreinigung des Futterfetts kennen", sagte er.
Von den Futtermittelherstellern erwartet Tietböhl in Zukunft eine klare Deklaration der Inhaltsstoffe des gelieferten Futters. "Die Hersteller müssen bestätigen, dass der Grenzwert eingehalten wurde", sagte er. Auch dürfe sich der Staat nicht immer weiter aus den Kontrollen zurück ziehen. Allerdings sei auch klar, dass kriminelle Handlungen wie im aktuellen Fall mit Kontrollen nicht völlig auszuschließen seien.
Für die von einer vorsorglichen Schließung betroffenen Betriebe im Nordosten sei ein Schaden entstanden, dessen Regulierung bis heute völlig unklar sei. Hier müsse eine Lösung gefunden werden, sagte Tietböhl. In Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit noch sieben Betriebe gesperrt, elf Unternehmen konnten nach Kontrollen wieder freigegeben werden.
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