11.01.2011, 13:33 Uhr | DAPD
Teltow/Potsdam (dapd-lbg). Nach den acht Dioxin-Verdachtsfällen der vergangenen Tage im Land geht der Landesbauernverband Brandenburg von einer Entspannung der Lage aus. Weil bundesweit viele der fast 5.000 vorsorglich gesperrten Betriebe wieder entsperrt wurden, geht Verbandssprecher Holger Brantsch davon aus, dass sich dies auch in Brandenburg fortsetzt. Auf Drängen der Europäischen Union seien in Deutschland "auf Teufel komm raus" Verdachtsfälle gemeldet worden, sagte Brantsch am Dienstag. Viele Proben in den Ländern zeigten jetzt "erfreulich niedrige Dioxin-Werte", die weit unterhalb der zulässigen Grenzwerte lägen.
Bis Dienstagmittag standen jedoch die Ergebnisse der Proben in Brandenburg noch aus. Forscher im Landeslabor Frankfurt (Oder) untersuchen das möglicherweise mit dem krebserregenden Stoff belastete Futtermittel. Zudem kontrollieren sie Fleischproben eines Schlachthofes.
Wie am Montag bekannt wurde, mussten sich zwei weitere Betriebe einer amtlichen Beobachtung stellen. Gesperrt wurden vorher bereits ein Schlachthof, ein Mastbetrieb für Geflügel, eine Ferkelaufzucht und drei Betriebe zur Vermittlung von Tieren. Sie sollen möglicherweise dioxinbelastetes Futter verwendet haben oder hatten Tiere übernommen, die dieses Futter zuvor möglicherweise fraßen.
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