18.01.2011, 10:11 Uhr | DAPD
Hannover (dapd-nrd). Niedersachsens designierter Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) schließt nach dem Dioxin-Skandal personelle Konsequenzen im Land weiterhin nicht aus. Er wolle ganz genau wissen, wie alles im Einzelnen gelaufen ist: "Und neben der Frage, ob wir im System einen Fehler haben, möchte ich auch die Frage geklärt wissen, ob die Personen, die das Land Niedersachsen dazu eingestellt hat, ihren Aufgaben gerecht geworden sind", sagte Lindemann im Interview der Nachrichtenagentur dapd am Montag in Hannover. Sollten einzelne Personen Fehler gemacht haben, gelte es auch, "über personelle Veränderungen" nachzudenken.
Lindemann zeigte darüber hinaus Verständnis für die Reaktion von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). Sollten ihr in Oldenburg Informationen vorenthalten worden sein, könne er "ein gewisses Maß an Verärgerung" verstehen, meinte der 63-Jährige. Den Streit mit der Bundesministerin halte er aber für geklärt. "Da ist nach meinem Eindruck auch keine Verstimmung zurückgeblieben", sagte Lindemann und fügte hinzu: "Jetzt sollten wir nach vorne schauen und nicht darüber richten, ob Frau Aigner möglicherweise in ihrer Verärgerung über das Ziel hinausgeschossen ist."
Lindemann, der von Aigner als Staatssekretär im Bundesministerium vor einem Jahr entlassen worden war, sprach von einem "vernünftigen und intensiven Verhältnis der Zusammenarbeit" mit seiner ehemaligen Chefin. "Es ist nicht so, dass wir beide darüber nachdenken, wie der eine dem anderen eine mitgeben kann", betonte er. Das sei weder seine Art noch für das Land sinnvoll. "Wir haben ein Verhältnis, in dem die Kommunikation völlig ohne Probleme läuft. Dass wir uns jetzt nicht in den Armen liegen und uns gegenseitig besonderer Sympathie versichern, ist die andere Seite", sagte Lindemann.
Am Mittwoch will Lindemann nach seiner Vereidigung im Landtag eine Regierungserklärung zum Thema Dioxin abgeben. Dabei wolle er vor allem deutlich machen, dass der "Verbraucherschutz im Zentrum der Bemühungen" stehe, kündigte er an. Er gehe davon aus, dass bis zu seinem Amtsantritt die Hauptprobleme im Dioxin-Skandal gelöst seien. Die Problembetriebe im Futtermittelbereich seien jetzt "einigermaßen lückenlos erfasst". Der Schwerpunkt der Arbeit werde also nun darauf liegen, die landwirtschaftlichen Betriebe, die gesperrt sind, nach und nach wieder freizugeben.
DAPD
Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Nie wieder offline - endlos surfen & simsen. Nummer mitnehmen und 25,- € sichern. von congstar.de