06.01.2011, 13:53 Uhr | DAPD
Stuttgart (dapd-bwb). Wenige Tage nach Bekanntwerden des Skandals um dioxinbelastete Futtermittel gibt es auch in Baden-Württemberg einen ersten Verdacht auf verunreinigte Lebensmittel. Wie das baden-württembergische Verbraucherschutzministerium am Donnerstag mitteilte, gibt es Hinweise, dass Lieferungen aus niedersächsischen Betrieben, die möglicherweise dioxinbelastetes Futter verwendet haben, nach Baden-Württemberg gelangt sind.
Es handele sich dabei um Schlachttiere sowie pasteurisiertes Flüssigei, hieß es. Die betroffenen Lebensmittel werden vorsorglich sichergestellt. Bislang sei für die nach Baden-Württemberg gelangten Lieferungen keine Belastung mit Dioxin nachgewiesen worden.
"Die baden-württembergischen Behörden haben unverzüglich die Ermittlungen aufgenommen und eigene Laboruntersuchungen eingeleitet", sagte Verbraucherminister Rudolf Köberle (CDU). Erste Ergebnisse seien frühestens Anfang kommender Woche zu erwarten. Eine akute Gesundheitsgefährdung bestehe für die Verbraucher nicht. Oberstes Ziel der Behörden sei jedoch, belastete Produkte so schnell wie möglich vom Markt zu nehmen.
Köberle sprach sich dafür aus, die Regeln und Auflagen für Futtermittelhersteller zu überprüfen. "Entscheidend ist aber, dass sich jeder am Herstellungsprozess Beteiligte seiner Verantwortung bewusst ist und entsprechend handelt".
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