12.01.2011, 10:55 Uhr | DAPD
Berlin (dapd-bln). In Berlin gibt es nach Darstellung von Verbraucherschutzsenatorin Katrin Lompscher (Linke) weiter keine Erkenntnisse über dioxinbelastete Futter- und Lebensmittel. In dem einzigen kleinen Legehennen-Betrieb in Spandau seien vorsorglich Futtermittelproben und Eier von einem Labor überprüft worden, sagte Lompscher am Dienstag. Die Dioxinwerte der Eier hätten weit unter den Grenzwerten gelegen. Außerdem habe die Firma keine Futtermittel aus Unternehmen bezogen, die im Verdacht stehen, dioxinbelastete Produkte geliefert zu haben.
Die Forderung nach präventiven Kontrollen wies Lompscher als nicht sinnvoll zurück. Die Sorgfaltspflicht liege zuerst bei den Unternehmen, unbedenkliche Futter- und Lebensmittel in den Verkehr zu bringen. Die staatliche Lebensmittelkontrolle könne "nur punktuell" sein. Betriebe, die bereits negativ aufgefallen seien, würden dabei öfter überprüft.
Berlin sei bei den Kontrollen im Ländervergleich in einer "guten Situation", sagte die Senatorin. 2009 habe es 54.600 Überprüfungen in 27.176 der 50.900 Betriebe gegeben. Das entspreche einer Quote von 53 Prozent.
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