07.01.2011, 16:22 Uhr | DAPD
Schwerin (dapd-lmv). In Mecklenburg-Vorpommern sind 14 weitere Geflügel- und Schweinebetriebe wegen des Dioxin-Skandals gesperrt worden. Wie das Landwirtschaftsministerium am Freitag in Schwerin mitteilte, haben sie ebenfalls Futtermittel bekommen, in die dioxinbelastetes Fett eingemischt worden sein könnte. Die zuständigen Überwachungsbehörden der Landkreise und des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei nehmen dort jetzt Kontrollen vor.
Betroffen sind Betriebe in den Landkreisen Demmin, Müritz, Ludwigslust, Nordwestmecklenburg, Güstrow und Parchim, darunter zwei Legehennenbetriebe. Die Experten überprüfen nun, ob und möglicherweise wie lange belastetes Futter verfüttert wurde. Kontrolliert werden soll ebenfalls, ob Tiere aus betroffenen Betrieben geschlachtet oder andere Mastfirmen abgegeben wurden.
Landesweit sind den Angaben zufolge derzeit 19 Unternehmen vorsorglich gesperrt. Ein Schweine haltender Betrieb konnte nach Kontrollen inzwischen wieder freigegeben werden.
Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) forderte die unverzügliche Einberufung einer Sonderkonferenz der Verbraucherschutzminister. Es sei nicht nachvollziehbar, dass Futtermittelhersteller nicht in der Lage seien, innerhalb von 24 Stunden den Überwachungsbehörden Betriebe zu benennen, die mit den entsprechenden Chargen beliefert worden seien, sagte er.
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