18.01.2011, 14:10 Uhr | DAPD
München (dapd-bay). Als Konsequenz aus dem aktuellen Dioxin-Skandal fordert Bayerns Bauernpräsident Gerd Sonnleitner ein lebenslanges Berufsverbot für kriminelle Futtermittelhersteller. "Wer panscht, hat lebenslänglich nichts mehr in der Branche verloren", sagte Sonnleitner am Dienstag in München.
Landwirte und Verbraucher sieht der Bauernpräsident gleichermaßen als Leidtragende des Skandals. Beide seien aktuell Opfer des skandalösen Fehlverhaltens einzelner Futtermittelhersteller, die "Dioxin bewusst kriminell untergemischt" hätten, betonte der Verbandschef. Als Konsequenz verlangte er die "lückenlose Aufklärung und wesentlich härtere Strafen".
Lobende Worte fand Sonnleitner hingegen für das Krisenmanagement von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU). "Für uns war entscheidend, dass Frau Aigner eine klare Strategie gefahren hat." Von Details abgesehen, "haben Bund und Länder hervorragend zusammengearbeitet", erklärte der Bauernpräsident. Mit Blick auf die anstehenden Maßnahmen zur Bewältigung der Krise, sagte er: "Frau Aigners Zehn-Punkte-Plan hat unsere volle Unterstützung."
Mehr erwartet hätte sich Sonnleitner hingegen vom bayerischen Umweltminister Markus Söder (CSU): "Ich war überrascht, von Herrn Söder in der Krise nichts zu hören."
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