17.01.2011, 15:17 Uhr | DAPD
Hannover (dapd). Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) hat mit Unverständnis auf die Kritik von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) im Dioxin-Skandal reagiert. David McAllister sagte im ffn-Interview: "Ich weise die Vorwürfe von Frau Aigner zurück. Jetzt geht es darum, dass wir in der Sache voran kommen. Dafür müssen die Verantwortlichen von Bund und Ländern weiterhin vertrauensvoll zusammen arbeiten", sagte McAllister am Samstagabend dem Radiosender ffn in Hannover. Aigner habe gegenüber den Medien personelle Konsequenzen im Dioxin-Skandal gefordert, nicht ihm gegenüber, und deswegen habe er darauf nicht reagiert.
"Wir haben die Lage im Griff", sagte der Ministerpräsident. Die verantwortlichen Behörden arbeiteten kompetent und zügig. Dieses Thema sei viel zu ernst für parteipolitische Spielereien und auch für gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen den Ebenen. Das hilft den Verbrauchern am allerwenigsten. "Wir sind alle stinksauer! Das Futtermittelwerk in Damme hat sich unverantwortlich verhalten und nun gilt es, die Konsequenzen daraus zu ziehen. Die belieferten Betriebe sind vorläufig gesperrt und die Staatsanwaltschaft ist sofort in Marsch gesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft war auf dem Werksgelände und hat die entsprechenden Unterlagen beschlagnahmt. Ich fordere die konsequente Aufklärung des Sachverhalts und alle Verantwortlichen müssen empfindlich zur Rechenschaft gezogen werden", sagte McAllister.
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