12.01.2011, 12:39 Uhr | DAPD
Bielefeld (dapd). Der Futtermittelhersteller Harles und Jentzsch hat nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Kiel über längere Zeit systematisch mit Dioxin belastetes Futterfett hergestellt und ausgeliefert. Das Giftfutter wurde zudem nicht nur im illegalen Mischwerk in Bösel (Niedersachsen) sondern auch am Firmensitz in Uetersen (Schleswig-Holstein) produziert, berichtet das Bielefelder "Westfalen-Blatt" (Mittwochausgabe). Die genauen Mengen würden noch ermittelt.
Nach jüngsten Erkenntnissen hat Harles und Jentzsch aus Uetersen nicht nur in seinem illegalen Mischwerk im niedersächsischen Bösel mit Dioxin belastetes Futterfett hergestellt und ausliefert. Zusätzlich sei die verunreinigte Ware auch am Firmensitz in Uetersen produziert worden, schreibt die Zeitung. Diese Fette seien aber wesentlich weniger belastet gewesen, als die Ware aus Bösel, sagte der Ministeriumssprecher Christian Seyfert dem Blatt. Außerdem stehe fest, dass das Unternehmen bereits seit März 2010 giftiges Futterfett an Mischfutterhändler verkauft hat. Es gebe belastete Proben aus den Monaten März, Mai und September.
Diese Rechtsverstöße seien mit Wissen der Geschäftsleitung und nicht zufällig erfolgt, sagte Seyfert. Das Unternehmen werde deshalb für die nächsten Jahre keine neue Zulassung als Futtermittelhersteller mehr bekommen.
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