07.03.2011, 15:18 Uhr | dapd
Saarbrücken (dapd-rps). Der saarländische Europaabgeordnete Jo Leinen (SPD) fordert mehr Aufklärung, um die Verunsicherungen über den Biosprit E 10 zu beenden. Die Mineralölindustrie müsse noch in dieser Woche an allen Tankstellen Informationen über alle Automodelle bereithalten, die den Biosprit nicht vertragen, forderte der Europapolitiker am Montag in Saarbrücken.
Leinen, der auch Vorsitzender des Umweltausschusses im Europäischen Parlament ist, betonte, dass alle Mitgliedsländer der Europäischen Union zugestimmt hätten, den Bioanteil an Treibstoffen in einem ersten Schritt auf zehn Prozent zu erhöhen. Dabei seien auch Standards aufgestellt worden, damit es nicht zu einem Widerspruch "zwischen Tank und Teller", also zwischen Treibstoffbedarf und Nahrungsmittelversorgung, gebe.
Leinen verwies darauf, dass etwa in Brasilien alle deutschen Automarken seit vielen Jahren mit Spritsorten führen, deren Ethanol-Anteil zwischen 50 und 80 Prozent liege. Trotzdem gebe es "keine Klagen über kaputte Motoren". Ein Rückzug in Europa käme nach der "Zickzack-Politik" beim Biodiesel im Jahr 2008 "einer Bankrotterklärung gleich", warnte der SPD-Abgeordnete.
dapd
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