01.06.2011, 09:53 Uhr | dapd
Mutterstadt (dapd-rps). Die Salat- und Gemüseerzeuger in der Pfalz vernichten wegen der EHEC-Krise täglich Teile ihrer Ernte. Der Absatz an Salat sei seit Mitte der vergangenen Woche um 90 Prozent zurückgegangen, sagte der Vorstandssprecher der Erzeugergemeinschaft Pfalzmarkt, Johannes Trauth, am Dienstag in Mutterstadt auf dapd-Anfrage. Die Pfalz gilt als eines der größten zusammenhängenden Gemüseanbaugebiete Deutschlands.
Laut Trauth sind schon auf 150 Hektar Salate vernichtet worden, die nicht rechtzeitig geerntet wurden, da die Nachfrage dramatisch zurückgegangen ist. Das komme täglichen Verlusten von mehreren zehntausend Euro gleich, sagte Trauth. Die Landwirte müssen seinen Angaben zufolge den Salat auf den Feldern umpflügen, weil er zu stark in die Höhe gewachsen ist. "Der Einzelhandel kann für diese Situation nichts", unterstrich Trauth. Die Verbraucher würden wegen der unverhältnismäßigen Warnungen vor Gurken und Salat schlicht und einfach kein frisches Gemüse mehr kaufen.
In der Erzeugergemeinschaft Pfalzmarkt sind nach Unternehmensauskünften 1.600 Landwirte organisiert. Mehrere hundert davon seien Haupterwerbsbauern. Mit einer Produktion von normalerweise 150.000 Tonnen Obst und Gemüse pro Jahr bezeichnet sich Pfalzmarkt als Marktführer in Deutschland.
dapd
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