08.06.2011, 13:12 Uhr | dapd
Stuttgart (dapd-bwb). Landwirtschaftsminister Alexander Bonde (Grüne) fordert vom Bund und der EU eine schnelle und unbürokratische Entschädigung der von der EHEC-Krise betroffenen Gemüsebauern. Die Bauern im Land hätten einen immensen wirtschaftlichen Schaden erlitten, da die Verbraucher besonders bei Gurken, Tomaten und Blattsalaten vorsichtig geworden seien, sagte Bonde am Dienstag in Stuttgart. Dabei habe die Lebensmittelüberwachung bislang keine EHEC-Erreger in baden-württembergischen Erzeugnissen feststellen können.
Die Ankündigungen von EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos, der Entschädigungszahlungen für die europäischen Landwirte in Höhe von 150 Millionen Euro vorgeschlagen hatte, wertete Bonde als "ein wichtiges Signal". Außerdem forderte er, die aktuellen EHEC-Fälle müssten lückenlos aufgeklärt werden. "Unsere gemeinsame Aufgabe sehe ich vor allem darin, das Verbrauchervertrauen in die heimischen Produkte zu stärken", erklärte Bonde.
Der Hauptgeschäftsführer des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg, Horst Wenk, hatte bereits am Montag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd Hilfen von der Politik gefordert. "Die Hilfe müsste durch eine Art Fonds geregelt werden, bei dem die Landwirte ihre Schäden anmelden können", sagte er. Deutschlandweit erwarte er einen Schaden für die Landwirtschaft in dreistelliger Millionenhöhe, erklärte Wenk.
dapd
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